Artenvielfalt

Gemeinsam mit unseren Partnern erzeugen wir Naturprodukte von höchster Qualität, die gut schmecken. Doch unsere Produkte können noch mehr: Sie leisten einen Beitrag für eine vielfältigere, bessere Welt. Denn mit unseren weltweiten Anbauprojekten und unseren Demeter-Rohstoffen fördern wir den Erhalt der Artenvielfalt. Weil es um alles geht. Und um alle.


Cabruca: Kakaoanbau trifft Artenschutz

Der Name Cabruca steht für eine traditionelle Anbauart für Kakao, die im Nordosten Brasiliens, genauer in Bahía, bereits vor 200 Jahren gepflegt wurde. Im Jahr 2000 wurde die Cabruca-Genossenschaft gegründet, eine landwirtschaftliche Kooperative mit 42 Familienbetrieben. Ihr Ziel ist eine nachhaltige Landwirtschaft, der Erhalt der Biodiversität sowie der Schutz des Regenwaldes. Die Kakaopflanzen der Genossenschaft wachsen im Regenwald im Schatten der großen Urwaldbäume – ohne künstliche Bewässerung, Insektizide oder chemischen Dünger. Äste und Fruchtschalen halten den Boden gesund. So bleibt der natürliche Lebensraum für Pflanzen und Tiere erhalten, etwa für das Dreifinger-Faultier oder den Goldkopf-Tamarin. Den Kakao aus diesem wunderbaren Projekt können Sie übrigens in unseren Schokoladen Brasilien dunkle Vollmilch 50 % und Brasilien Feinbitter 70 % antreffen.

Die Cabruca-Genossenschaft in Brasilien, von der wir einen Teil unseres Demeter-Kakaos beziehen, schützt mit ihrer traditionellen Anbauweise Pflanzen und Tiere wie das Dreifinger-Faultier.


Der Regenwald – Ein Lebensraum, der unseren Schutz braucht

Regenwälder gehören zu den artenreichsten Gebieten der Erde und beschenken uns mit einer bunten Artenvielfalt. Die „Mata Atlântica“, der atlantische Regenwald, ist ein einzigartiger Lebensraum und einer der üppigsten und artenreichsten Tropenwälder der Welt. Für den Erhalt dieses Lebensraums setzt sich die Cabruca-Genossenschaft ein. Wie sie das macht? Beim Anbau der Kakaopflanzen werden die großen Urwaldbäume nicht gefällt, sondern es werden kleine Lichtungen geschaffen, damit die Kakaosprösslinge in einem funktionierenden Ökosystem wachsen können – zusammen mit Bananen, Guave, Vanille, Guarana und anderen Nutzpflanzen. Diese besondere Anbauweise fördert eine vielfältige Landwirtschaft und starke Pflanzen. Denn dadurch, dass verschiedene Arten nebeneinander wachsen, können sich Krankheiten und Schädlinge nicht so schnell ausbreiten – für resistente Pflanzen und eine bessere Bodenqualität. Chemische Düngemittel sind so gar nicht mehr nötig. Und natürlich wirkt sich der Erhalt des Regenwaldes auch positiv auf das Klima aus. Was wir sonst noch für das Klima tun, lesen Sie im Bereich Klima.

Das Cabruca-Projekt ist nur eines unserer weltweiten Bio-Anbauprojekte, von denen wir den Kakao für unsere Schokoladen erhalten. Sie alle fördern den Erhalt der Artenvielfalt. Hergestellt wird unsere Schokolade übrigens in der Schweiz. Wir finden, das schmeckt man.

Diese leckeren Bio-Schokoladen tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei:


Artenschutz beginnt vor der Haustür

Wer Gutes sät, wird Gutes ernten. Und wer Gutes geerntet hat, kann wieder Gutes säen. Deshalb liegt uns auch die heimische Artenvielfalt sehr am Herzen, denn nur gesunde, artenreiche Böden bringen gute Pflanzen hervor. Und deshalb stammen alle unsere Rohstoffe konsequent aus Bio-Landwirtschaft, über die Hälfte unseres Sortiments ist Demeter-zertifiziert. Die Demeter-Landwirtschaft ist besonders nachhaltig; sie nutzt und erhält das natürliche Gleichgewicht vielfältiger, funktionierender Ökosysteme. Doch davon gibt es auch in Deutschland immer weniger. Der Lebensraum unserer heimischen Pflanzen- und Tierarten schrumpft, die Artenvielfalt geht bedrohlich schnell zurück. 31 % unserer Pflanzen- und 34 % unserer Wirbeltierarten sind bedroht oder bereits ausgestorben. Mehr dazu finden Sie auf den Seiten des Rote-Liste-Zentrums.

Aber was hat ökologische Landwirtschaft mit Artenschutz zu tun? Sehr viel. Die Zahlen sprechen für sich: Auf ökologisch bewirtschafteten Flächen finden sich im Durchschnitt ein Drittel mehr Arten und doppelt so viele Individuen wie in der konventionellen Landwirtschaft. Dadurch, dass keine Herbizide oder chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, gibt es hier ein Viertel mehr Vögel, vier- bis sechsmal so viele Blattlausräuber, ein Drittel mehr Fledermäuse und drei- bis siebenmal so viele Wildbienenarten. Und auch der Boden ist lebendiger: In und auf einem Bio-Boden sind 50 bis 80 % mehr Bodenorganismen wie Regenwürmer und 50 % mehr Laufkäfer und Kurzflügler unterwegs. Über einen gesunden Boden freuen sich die Pflanzen: Die Bio-Äcker sind um 20 bis 400 % reicher an Wildkrautarten. Mehr zu dieser Untersuchung finden Sie auf der Webseite des Demeter-Verbandes.


Mittagspause auf der Streuobstwiese? Klingt gut!

Vor unserem Firmengebäude in Marbach befindet sich eine Streuobstwiese, die wir in den Jahren 2014 und 2015 angepflanzt haben. Hier sind heimische Obstsorten zu finden: Sauerkirsche, Mirabelle, Apfel, Birne, Pflaume, Zwetschge und Weinbergpfirsich. Damit leisten wir ganz persönlich und vor Ort einen Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität. Und da besonders Insekten vom Artensterben hier und weltweit bedroht sind, haben wir für sie zwei Hotels aufgestellt. Hier können sie ungestört überwintern.

Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist für uns eine Herzenssache. Artenvielfalt hält unsere Böden gesund und macht unsere Ökosysteme resilient. Deshalb schützen wir sie, indem wir das tun, was wir können und lieben: indem wir gute Bio-Lebensmittel herstellen.